Trance

 

Jeder hat schon Trance-Zustände erlebt, bei einer monotonen Autobahnfahrt, bei einem spannendem Buch, einem Kinofilm, einer ergreifenden Musik oder wenn wir völlig vertieft in einer Tätigkeit waren. Die Außenwelt wird zeitweise fast vergessen, auf äußere Reize reagieren wir kaum oder gar nicht.

 

Kennzeichend für die Trance ist, dass die Aufmerksamkeit zum größten Teil nach innen gerichtet ist. Die kontrollierende Aktivität des Bewusstseins ist gedämpft, die selbständigen Funktionen des Unbewussten sind verstärkt, und das Unbewusste ist leichter kommunikativ erreichbar. In diesen fokussierten Zustand gelingt es aus dem gewöhnlichen Bezugsrahmen und seinen Überzeugungen herauszutreten, so dass innerlich andere Funktionsmuster und Assoziationen erlebt werden, welche die Problemlösungsfähigkeit fördern. Tiefere Ebenen des Gewahrseins und der psychosomatischen Verarbeitung sind geöffnet. Autonome, unbewusste Prozesse können angeregt und begleitet werden.

 

In Trance funktioniert unser Geist anders als im Wachbewusstsein ("Trance-Logik"). Er ist viel offener für unlogische, symbolische oder assoziative Inhalte, Zusammenhänge oder Anregungen. Das Unbewusste wird eingeladen, das eigene Potential zu entfalten und den immensen Ideenreichtum zu aktivieren und neue und hilfreiche innere Realitäten zu entwerfen. Aktive Lernprozesse vollziehen sich auf einer unbewussten Ebene. Bei dieser inneren „Reise“ können Kräfte und Ressourcen (Fähigkeiten, Talente, Stärken, Kenntnisse und Erfahrungen) entwickelt oder bewusst werden, die die eigene Person im Alltag stärken.